Dienstag, 2. Juni 2009 – 19:37 Uhr

Blogübertrag. Ursprünglich erstellt am Naturblog von RE-agieren durch Doris Reiff im Jahre 2009.

Es ist so weit, Holler Zeit! Vor diesem Baum dürfen wir den Hut ziehen und danke sagen. Im Volksglauben hausen die guten Hausgeister in Holunder-Bäumen, daher überlegt sich der abergläubische Landbewohner ganz genau, ob er einen Holunder fällen soll oder nicht.

Für den HOLLERSIRUP gibt es viele Rezepte!
So bereite ich ihn zu:

Die beste Zeit zum Sammeln ist Vollmond od. zunehmender Mond. Man sollte nicht nach Regenwetter sammeln da die Blüten ansonsten an Geschmack verlieren.

Gesammelt werden die offenen Blüten. Diese setzt man mit Wasser an. Etwas Zitronensäure dazu und offen 2 Tage an einem hellen aber kühlen Ort stehen lassen. Am 2 Tag gibt man dann Zitronenscheiben bei. Jeden Tag einige Male umrühren.
Am 3 Tag wird der Hollunder abgesiebt. Über das Sieb gibt man ein Geschirrtuch damit der Saft fein gefiltert wird.
Danach kocht man die Flüssigkeit auf, gibt Kristallzucker (Stevia) dazu und füllt dies in ausgekochte Flaschen. Den Deckel mit etwas Schnaps desinfizieren.

Auf 1 1/2 Liter Saft 1 kg Zucker

Zur Abwechslung kann man auch Rosenblüten, Rotklee,… zugeben.

P.S. Wer eine “Küchenhexe” (Holzofen) hat, sollte die Möglichkeit zum Aufkochen nutzen. Da es stromsparend ist und ich finde, er schmeckt einfach besser!

HOLLUNDERBLÜTENTEE

Dieser Tee schenkt beim Genuss im Winter (Sommersprossen) ein warmes Sommergefühl.

Ich finde wie früher die Menschen Blüten trockneten ist die beste Variante.

Man spannt am Dachboden lange Fäden. Darauf hängt man die Hollerblüten und lässt sie trocknen. Darunter legt man ein dunkles Tuch, damit die feinen Blüten aufgefangen werden. Jeden Tag etwas an der Schnur schütteln, so lange bis nur noch die Blütenstängel am Faden hängen.
Wenn der Holunder trocken ist in Gläser füllen.

WICHTIG ist noch, dass an dem Ort wo die Blüten und Kräuter getrocknet werden kein Licht ist. !!!!Das gilt allgemein beim Trocknen aller Kräuter muss es finster sein!!!! Ansonsten verlieren die Kräuter ihre heilende Wirkung.

Hollunderblüten kann man super für Früchteteemischungen verwenden.

HEILWIRKUNG

Bei Erkältungskrankheiten und Fieber kann man die Holunderblüten als Tee trinken und sich danach zum Schwitzen ins Bett legen.
Auch zur Stärkung des Immunsystems eignet sich ein Holunderblüten-Tee.
Aufgrund der harntreibenden und blutreinigenden Wirkung, ist Holunderblüten-Tee auch bei Krankheiten wie z.B. Rheuma und Hautunreinheiten geeignet. Allerdings ist die Wirkung hier nicht medizinisch nachgewiesen.

Die entgiftenden Eigenschaften der Holunderblüten unterstützen Schlankheitskuren.

HOLUNDERBEEREN

Da die Beeren viel Vitamin-C enthalten, sind sie, als Saft getrunken, geeignet die Abwehrkräfte im Winter zu steigern, sodass es gar nicht erst zu Erkältungen kommt. Der Beerensaft wirkt auch leicht abführend.

BLÄTTER UND RINDE

Eine stärkere abführende Wirkung wird den Blättern und der Rinde zugesprochen. Diese sind jedoch leicht giftig, sodass man besser auf andere abführende Mittel zurückgreifen sollte.
Die Blätter haben auch eine heilende Wirkung auf die Haut.

Man kann sie als Salbe gegen Quetschungen, Verstauchungen und Hautwunden einsetzen.

Auch als Breiumschlag kann man die Blätter anwenden.