grenz|wissenschaft-aktuell: Studie belegt: Placebo und Ablenkung wirken bei Schmerzlinderung als getrennte Mechanismen

New York/ USA – Während Placebos Schmerzen dadurch lindern, dass sie die Erwartung von Linderung erzeugen, wirkt Ablenkung – etwa durch das Lösen eines Denksportaufgabe – in dem das Gehirn abgelenkt wird. Aufgrund gleicher Hirnaktivitätsmuster im dorsolateralen präfrontalen Cortex, der für Erinnerungen und das sogenannte Arbeitsgedächtnis zuständig ist, gingen Neurowissenschaftler bislang davon aus, dass beide Anwendungen dieselben Hirnprozesse nutzen. Eine aktuelle Studie widerlegt nun diese Vorstellung vom Placebo als übergeordnete kognitive Funktion und zeigt damit Medizinern eine noch effektivere Möglichkeit der Schmerzlinderung ohne den Einsatz von Medikamenten auf.

Für die Wissenschaftler ist das Ergebnis dieser Tests für die zukünftige Schmerzbehandlung eine viel versprechende Erkenntnis, wurden Placebos und Ablenkung bislang doch vornehmlich unabhängig voneinander eingesetzt, da man sich nicht sicher war, ob sich beide Methoden gemeinsam angewendet, nicht abschwächen oder sogar gegenseitig aufheben könnten. “Unsere Studie zeigt nun, dass sie gemeinsam eingesetzt werden können”, so Buhle, “und so sogar ein Maximaleffekt erreicht werden kann, ohne das hierzu Medikamente eingesetzt werden müssen.”

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