VON HERBERT BUSCH

Minden (hz/um). Rund 20 Milliarden Euro, schätzt die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, kosten das Burnout-Syndrom und dessen Folgen die Volkswirtschaften der EU. Pro Jahr

Was heute als diffuser Begriff mit mehr als 70 Symptomen daherkommt und zumeist mit “Erschöpfungszustand infolge einer länger anhaltenden beruflichen und/oder familiären Beanspruchungssituation” umschrieben wird, kann Schneiders Ausführungen gemäß einer zwölfstufigen Entwicklung folgen. Oft erstrecke sich der Ablauf der einzelnen Phasen über lange Zeiträume. Der Verzicht auf Erholungs- und Entspannungsphasen – Schneider: Man fühlt sich unentbehrlich, der Beruf wird zum hauptsächlichen Lebensmittelpunkt – sowie chronische Müdigkeit und Schlafstörungen könnten erste Warnsymptome darstellen.

“Bei einem Burnout geht es darum, sich zunächst einmal selbst zu schützen”, unterstrich der Mediziner. Vor allen Dingen gelte es, den Stress zu bewältigen. Äußere Belastungsfaktoren verringern, stressverschärfende Einstellungen verändern, körperliche und seelische Stressreaktionen lindern. Wobei nicht vergessen werden dürfe, dass Stress im Kopf entstehe und die Einschätzung einer Situation als Herausforderung oder Bedrohung subjektiven Bewertungsprozessen unterliege.

via Bei Volkskrankheit Burnout auf Psychohygiene achten | Mindener Tageblatt – Minden Aktuell.