img_354VERPFÄNDUNG, Firmenkonto GESPERRT und sofortige Drohung noch weiter vor zu gehen!!! Danke liebes FINANZAMT. Das alles wegen ein paar Tausend Euro „Steuerschuld“ weil ich mich geweigert habe, meine UST zu zahlen.

Ich frage mich jetzt, ab welcher Summe erhalte ich von der lieben Finanz eine Einladung zu einem exklusiven Abendessen – ev. im Hangar 7 – um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Wohl erst ab einer Million.

Ich frage mich weiters wie das in Österreich passieren kann, dass Unternehmen Millionen an Steuerschulden haben (Österreichische Unternehmen schuldeten laut dem früheren SPÖ-Parlamentarier Johann Maier dem Fiskus Ende 2012 eine Summe von 1,412 Mrd. Euro – diese bearbeitbaren Rückstande an Umsatz-, Einkommens-, Körperschafts- und Lohnsteuer steigen stetig an – Zitat SF v. 14.05.14) und trotzdem keiner zur Rechenschaft gezogen wird. Wird denen auch das Firmenkonto gesperrt? Wohl kaum, oder? Doch bei den „Kleinen“ traut man sich. Die kleinen Unternehmer, EPU als auch die ganzen Klein- und Mittelunternehmen in Österreich kann man gehörig einschüchtern und die Geschäftsaktivität einschränken. Ganz nach dem Motto „Entweder du zahlst oder wir machen dich fertig!“ Doch gerade diese Unternehmen sind das Rückgrat Österreichs. Und unsere lieben Politiker tun alle scheinheilig mit. Dieses Gesülze habe ich echt schon satt. Kaum wirkt etwas cool und klasse wird schon politisch mitgesungen, ob es dem einen dann „WURS(CH)T“ ist oder nicht, ist egal, Hauptsache die Quote stimmt. Reinste „Trittbrettfahrer“! Rückgrat hat schon lange keiner mehr, da steht eine Knacker (wohl auch eine Wurst) noch aufrechter als so mancher Politiker.

Ja, ich habe zwei Monate durchgehalten und zweimal meine UST nicht bezahlt und meine „Strafe“ dafür erhalten. War ich mutig, ach nein, das hat nichts mit MUT zu tun. Ich kann nur nicht länger einfach zusehen so wie viele andere Österreicherinnen und Österreicher (und jene die sich gerade nicht zuordnen können). Es ist an der Zeit, dass sich viele Menschen zusammenschließen und etwas dagegen unternehmen. ES GEHT UM UNSERE ZUKUNFT! Jetzt kommt der nächste 15. des Monats wo die UST zu zahlen ist. Werde ich sie zahlen??? Nein! Wieder nicht. Ist es der richtige Weg? Wenn ich es alleine mache, NEIN. Wenn hingegen am kommenden 15. Mai oder auch am 15. Juni mal TAUSENDE von Unternehmer keine Steuer überweisen, dann hat das Wirkung und KEIN Politiker kann darüber hinwegsehen.

9524613_sWas kann jeder einzelne Österreicher machen? ALLES, doch selten ein so TRÄGES Volk welches seinen Arsch (sorry) einfach nicht hoch bekommt. In vielen anderen Ländern rennen die Leute zu vielen Tausenden auf die Straße, doch in Österreich ist jeder gleich mal happy solange der TV und das Handy funktioniert und der Lebensstandard halbwegs passt. Doch das ist alles nur eine Frage der Zeit. Viele erkennen gar nicht die riesige Steuerlast auf unseren Schultern. Es ist unglaublich wie viel Steuern wir in Österreich zahlen. Früher konnten Leute noch Häuser bauen. Fragt eure Eltern, manche brauchten keinen Kredit um ein Haus zu bauen. Heute geht ohne Kredit fast gar nichts mehr. Ein Haus zu bauen ist mittlerweile eine Angelegenheit für zwei Generationen.

13738194_sDie Einkommen werden immer weniger, reichen bei weitem nicht aus, die Lebenserhaltungskosten werden immer höher. Konzerne schreiben Gewinne in sagenhafter Höhe, doch die werden nie an den Konsumenten weiter gegeben. Ein lieber Bekannter bei einem Stromgiganten in Österreich sagte mir im Vertrauen, dass sie bald nicht mehr wissen wie sie ihre Gewinne verstecken können, sie kaufen halt permanent im Ausland andere Netze ein um den Gewinn zu verschleiern. Und wir? Wir zahlen immer mehr mit der Ausrede, dass die Kosten so hoch seien. Detto beim Treibsoff, auch hier ist die Last zu hoch, doch die ReGIERung wird nie dagegen vorgehen, zumal die Steuer dort ein Vermögen einbringt … um was auch immer zu retten. Doch wo wird gespart, bei der Bildung. Genau, damit genügen Deppen rumlaufen die dieses System aufrecht halten. Viele Menschen haben gar nicht die Zeit und Muße was dagegen zu unternehmen, weil sie mit dem eigenen Leben schon überfordert sind. Jungfamilien arbeiten ende nie, damit sie sich das Leben leisten können und haben gar keine Chance, mal etwas kürzer zu treten.

Doch auf der anderen Seite haben wir dann Volks-ver-TRETER die keinen blassen Schimmer davon haben, wie es den Bürgern dieses Landes wirklich geht. Wie meinte unser Freund, der in das EU-Parlament einziehen soll , wie hoch das Einkommen von einem Arbeiter sei … ach so ca. € 3.000,- Brutto? Weltfremd kann ich nur sagen. Der hat absolut keine Ahnung, doch perfekt um das zu sagen was er zu sagen hat. Richtig instruiert klingt er gut und kommt auch gut rüber, letztlich nur ein Sprachrohr der Ansager, der stillen Regierung im Hintergrund.

28152887_sIch hörte in letzter Zeit sehr oft, dass Angestellte/Arbeiter/Beamte, etc. nichts dagegen tun können, doch das stimmt nicht. Jeder einzelne kann sofort diese Nachricht ausdrucken und seinem Chef bringen. Jeder kann jetzt sofort Druck bei den Gemeindepolitikern machen, persönliche Gespräche einfordern, Briefe schreiben. Der Druck Vorort in einer Gemeinde ist wichtig. Dort können schneller Verbündete gefunden werden als wenn der Brief zum Spindelegger selbst geht, die werden zwar öfters beantwortet, doch letztlich ignoriert. Doch wenn – wie z.B. in Vorarlberg – ein ganzer Landtag dagegen wettert und nicht bereit ist die Bankenrettung zu forcieren, dann macht das einen Unterschied.
Jeder einzelne Mensch kann was tun. Wichtig ist nur, dass die Handlungen überlegt und friedvoll sind. Gewalt wäre absolut falsch und würde den Zweck bei weitem verfehlen. Friedliche Demonstrationen in jeder Stadt wären auch hilfreich. In Deutschland gibt es mittlerweile die Montagsdemo und das schon in vielen Städten. Berichtet wird wenig darüber, weil sonst noch mehr Leute davon erfahren und ev. bereit wären da mit zu tun.

Ich selbst kann jedoch nicht so viele Stunden in diese Aktion stecken, weil ich eine One-Man-Show in meinem Unternehmen bin und mir war „vorher“ auch nicht fad. Und nein, ich werde nicht bezahlt um als Politiker für was auch immer die Trommel zu schlagen. Und dennoch versuche ich dran zu bleiben, für mich, für meine Kinder, für dich, für uns alle …

Doch vielleicht hast jetzt gerade DU Zeit, liebe Leserin, lieber Leser … etwas zu TUN …