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Warum soll ich eine Bank RETTEN???
Heute im NEWS Titelstory “Steuerstreik”. Die Umfragen zeigen, dass ich genau das tue was ca. 2/3 der Österreicher/innen gerne tun würden, in den Steuerstreik treten.

Viele sind der Ansicht, dass die ReGIERung nicht ordentlich mit unserem Geld umgeht. Es wird rumgeeiert wenn man Geld für die Bildung braucht, Zuschüsse für Kindergärten/betreuung werden reduziert, im Krankensystem wird gespart, doch den Banken werden MILLIARDEN nachgeworfen und zeitgleich noch Bonifikationen für Manager bezahlt, die oftmals nur rhetorische Leistungen erbringen, denn die Arbeit machen eh die Kleinen zu einem Minilohn oder externe Berater zu Hunderten Millionen.

Das hat jetzt bald ein Ende. Denn entweder wird in den nächsten Wochen was geändert um das Vertrauen wieder in die ReGIERung zu steigern, oder die Leute gehen auf die Strasse.

Meine zu zahlende Umsatzsteuer einzubehalten war ein erster Schritt und es wird ein nächster folgen … Ach ja, mir ist es Wert auch dafür Gebühren und Strafen zu zahlen, weil ich es nicht nur für mich mache. Ich mache es für meine Kinder, ich mache es für die Menschen, die sich nicht trauen, die Angst haben, die eingeschüchtert sind, die keine Möglichkeit sehen. Ich mache es für meine und deine Zukunft.

Und nochmals, Island hat es vorgezeigt, der Korruption ein Ende bereitet und ist am Weg der Besserung. Es ist auch bei uns Zeit, der Korruption ein Ende zu bereiten.

Islands Präsident: „Lasst die Banken pleitegehen, sie sind keine heiligen Kirchen!“

In Davos hat der isländische Präsident Olafur Ragnar Grimson die Europäer aufgefordert, sich nicht vor einem Ende mit Schrecken in der Schuldenkrise zu fürchten. Island habe mit radikalen Maßnahmen gute Erfahrungen gemacht. Interessant: Die Beschneidung der Macht der Banken hat den Technologie-Sektor in Island zum Blühen gebracht.

Weiter unten gibt’s noch eine Ergänzung zu Island.

Den vollen Artikel zu lesen im ePaper von NEWS.at oder im Kiosk kaufen.

2014-05-28 09.47.57

 

Abschließend noch ein kurzes Zitat aus einem Artikel von Dirk Müller vom 18.12.2013, hier umfassend nachzulesen:

Dass auf Island andere Wege als im Rest Europas beschritten werden, zeichnete sich bereits seit Ausbruch der globalen Finanzkrise ab. Anstatt kriminelle Banker mit Samthandschuhen anzufassen, unternahm die politische Führung in Reykjavik – wohl auch notgedrungen – keine Versuche, die zusammenbrechenden Großbanken des Landes vor einem Untergang zu bewahren.

Die vor dem Ausbruch der Finanzkrise in Superhedgefonds umfunktionierten drei Top-Institute Landsbanki, Kaupthing und Glitnir hatten ihre Bilanzen schließlich auf mehr als das Zehnfache des Insel-BIPs aufgebläht. Anstatt damals im Zuge eines weltweit einsetzenden Banken-Crashs schlechtem Geld gutes hinterher zu werfen, wurde einer Injektion von Mitteln der Steuerzahler in die Banken eine Absage erteilt.

 

Olafur-Ragnar-GrimssonIslands Präsident Ólafur Ragnar Grímsson erklärte am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos die Isländische Position:

“Ich verstehe nicht, weshalb man die Banken wie die heiligen Kirchen der modernen Wirtschaft behandelt”, sagte Grímsson. “Warum wird Banken nicht wie Fluglinien oder Telekommunikationsunternehmen erlaubt, bankrott zu gehen, wenn sie auf unverantwortliche Weise geführt werden? Die Theorie, dass man Banken retten muss, ist die Theorie, dass Banker ihren eigenen Profit genießen sollen aber die gewöhnlichen Leute für das Scheitern zu bezahlen haben. Die Bürger einer aufgeklärten Demokratie werden das langfristig nicht akzeptieren.”

Islands Wirtschaftsminister Steingrímur Sigfússon hatte 2012 eine ähnliche Konsequenz gezogen:

„Eine Menge muss im Finanzsystem getan werden. Wir können kein System gebrauchen, dass ständig die Gewinne privatisiert und die Verluste sozialisiert. Das ist ein fürchterliches System. Warum in aller Welt sollten wir – normale Menschen, Steuerzahler – zahlen, wenn die Finanzinstitutionen in Schwierigkeiten geraten?”