US-Forschern zufolge verfeinert Meditation das soziale Gespür: Probanden konnten nach entsprechendem Training Gefühle in den Gesichtern anderer besser erkennen. Hirnscans bestätigen das Ergebnis.

“Cognitively-Based Compassion Training”, kurz CBCT, heißt die Meditationsvariante, die Psychologen der Emory University nun im Rahmen einer Studie angewandt haben. Während die traditionelle Meditation die urteilsfreie, leere Bewusstmachung des Jetzt zum Inhalt hat, geht es bei CBCT um die soziale Einbettung des Ichs, um die Analyse und Neuinterpretation der Beziehungen zu anderen.

“Die Grundidee ist, dass man die Gefühle gegenüber anderen trainieren kann”, sagt Studienautor Tenzin Negi. “CBCT versucht das Ich zu der Einsicht zu bringen, dass wir alle voneinander abhängig sind – und dass jeder frei von Leid sein möchte.”

Meditation macht empathisch – science.ORF.at.