Redestab – Wikipedia
Die Gesprächsrunde (engl.: Council) mit Redestab ist eine indianisch-schamanische Technik. Ziel ist die Gestaltung von Prozessen, Krisen und Konflikten, sowie die Würdigung von Erreichtem in Gruppen und Gemeinschaften. Der Redestab kreist in der Runde. Wer ihn in der Hand hält, hat die uneingeschränkte Aufmerksamkeit aller Anwesenden im Kreis. Er spricht (und/oder schweigt) über die wesentlichen Dinge, solange er will. Danach gibt er den Redestab weiter.

Das Wesentliche am Ritual ist nicht das Sprechen, sondern das „ganz zu Aufmerksamkeit werden“, das durch die Konzentration auf den Redestab unterstützt wird. Diese uneingeschränkte Aufmerksamkeit ist eine Form des Respekts für sich selbst, seinen Mitmenschen, die Gruppe und das große Ganze. Der Sprecher richtet seine Aufmerksamkeit nach innen, um in sich aufzuspüren, was in diesem Moment „das Wesentliche“ ist (Kontemplation) und es mit den anderen zu teilen. Der Hörer richtet die Aufmerksamkeit nach außen, auf den Sprecher, um zu erkennen, was im Moment das Wesentliche dieses Menschen ist und was dieses für die Gruppe und die Gemeinschaft bedeutet.

Mit Hilfe dieses Rituals werden auch politische und soziale Entscheidungen getroffen. Wenn alle Beteiligten “aus dem Herzen” sprechen, wenn alles Wesentliche erkannt und gesagt ist, ist auch klar was wie zu tun ist. Die Entscheidung entsteht sozusagen “aus dem Kreis”.

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Auszug von https://www.diefeder.org/schamanismus/der-redestab.html

Der Redestab wird in Gesprächsrunden nach bestimmten Regeln verwendet, von denen hier die wichtigsten genannt sein sollen:

  • eine Redestab-Runde ist ein Ritual, deshalb erzeugen wir eine innere Haltung von Achtung und von Besonderheit
  • der Redestab wird im Uhrzeigersinn weitergereicht
  • wer den Redestab in Händen hält, hat das Wort
  • alle anderen hören aufmerksam und schweigend zu und unterbrechen den Redefluss oder auch das Schweigen desjenigen, der gerade dran ist, auf keinen Fall
  • wer spricht, spricht ausschließlich über sich selbst, über die eigenen Gefühle, Gedanken und Eindrücke – ohne Vorwürfe oder Kritik an anderen
  • Wer mit Sprechen fertig ist, gibt dies durch ein deutliches Zeichen zu verstehen, z.B. durch ein lautes „Ho“ und reicht den Stab an den Nächsten weiter
  • Der Stab kreist solange, wie es vorher vereinbart war. Das kann z.B. eine Runde sein, es kann aber auch so lange sein, bis ein endgültiger Konsens erreicht ist

Durch diese Art der Kommunikation wird ein vertieftes Verständnis füreinander entwickelt. Wenn ein Konsens erreicht wird, bewirkt die Tiefe des Verständnisses, dass Entscheidungen, die auf diese Weise getroffen werden, von allen Beteiligten erarbeitet wurden und somit die Bereitschaft signifikant erhöht wird, dass eine solche Entscheidung dann auch von allen konsequent mitgetragen wird.

Der Redestab hat sich sowohl in Paarbeziehungen, als auch in Gruppenprozessen bewährt. Redestab-Kommunikation wird in der Sozialarbeit und mittlerweile auch in manchen Betrieben erfolgreich angewendet.

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