Der neue Drogenbericht der Bundesregierung ergibt einmal mehr: Millionen Deutsche trinken gefährlich viel Alkohol. Das kann langfristig verheerende Folgen haben. Ein Suchtforscher erklärt, wie die Droge Psyche und Persönlichkeit verändert – und warum es sich lohnt, rechtzeitig aufzuhören.

Von Nina Buschek

Micheal Soyka: Alkohol ist ein Zellgift. Langfristig hinterlässt er überall im Körper Spuren, auch im Gehirn. Das Frontalhirn, das über Persönlichkeit und Kritikvermögen entscheidet, ist besonders sensibel für Alkohol.

Süddeutsche.de: Wie äußert sich eine Hirnschädigung durch Alkohol?

Soyka: Das Reaktionsvermögen lässt nach, die Kritikfähigkeit schwindet, das Gefühlsleben gerät außer Kontrolle – man lacht über Dinge, über die man früher vielleicht nicht gelacht hätte. Das intellektuelle Niveau sinkt. Bei ausgeprägten Hirnschäden leiden Konzentration, Kurzzeitgedächtnis und Merkfähigkeit. Das kann bis zur Demenz gehen. Seltener sind Psychosen, Wahngedanken oder Sinnestäuschungen. Eine Extremform ist das Wernicke-Korsakow-Syndrom mit völligem Gedächtnisverlust.

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via Riskanter Alkoholkonsum – “Das intellektuelle Niveau sinkt” – Gesundheit – Süddeutsche.de.