Hinterlässt zu viel Fernsehen bei Kindern bleibende psychische Spuren? Diese Frage wird seit Jahren heftig diskutiert. Neue Indizien für einen negativen Effekt liefert jetzt eine Studie neuseeländischer Forscher. Bei Menschen, die in ihrer Kindheit sehr viel TV schauten, fanden sie vermehrt die Neigung zu aggressivem, antisozialem Verhalten und auch mehr Straftaten – und dies auch dann, wenn Gesellschaftsschicht, Bildung und andere sozioökonomische Faktoren herausgerechnet wurden.

Aggressiver und häufiger kriminell
Das Ergebnis: “Junge Erwachsene, die als Kinder und Jugendliche mehr Zeit mit Fernsehschauen verbracht haben, hatten häufiger eine antisoziale Persönlichkeitsstörung, waren aggressiver und mit höherer Wahrscheinlichkeit schon mindestens einmal wegen einer Straftat verurteilt worden als Personen, die als Kind weniger lange vor dem TV-Gerät saßen“, berichten Lindsay Robertson und ihre Kollegen. Die Wahrscheinlichkeit für eine kriminelle Karriere sei sogar mit jeder Stunde Fernsehkonsum mehr um 30 Prozent angestiegen. Diese Zusammenhänge stellten die Wissenschaftler sowohl bei Mädchen als auch bei Jungen fest.

via scinexx | Zu viel TV macht Kinder später aggressiv und antisozial: Langzeitstudie liefert erneut Indizien für bleibenden Effekt von exzessivem Fernsehkonsum – Fernsehen, Fernsehkonsum, Kinder, TV, Verhalten, Aggression, antisoziales Verhalten, Kriminalität, Psychologie, Erziehung.