Die Auswirkungen der Sonne sind unermesslich. Es geht hierbei nicht nur um die entstehende Wärme. Es geht vielmehr um den Einfluß der Sonne auf unser Magnetfeld der Erde und der Menschen. Ja, richtig gelesen, der Menschen. Jeder Mensch hat ein eigens Magnetfeld. Das elektromagnetische Feld des Herzens ist übrigens 5000 Mal stärker als jenes des Gehirns.

Wenn also die Sonne das nächste Mal ausflippt, dann nimmt das auch Einfluß auf jeden einzelnen Menschen. Seit langer Zeit kennt man die Korrelation zwischen Sonneneruptionen und Herzinfarkte als auch die nähe zu psychischen Störungen bis hin zur Einlieferung in psychiatrischen Kliniken. An Tagen mit erhöhter Sonnenaktivität sind viele Menschen auch “verrückt”, fahren wir irre, kopflos, verwirrt. Warum? Weil der Einfluß der Masseauswürfe der Sonne unser eigenes System einfach “durchwalkt” und beeinflusst.

Folgend eine aktuelle Animation wohin die Solarflares sich bewegen:

Weiters werden durch besonders starke Einflüsse der Sonne, sogenannte M-Flares, ärger noch die X-Flares und absolut bedrohlich die MEGA-Flares. Diese können die Menschheit in eine technologische Steinzeit zurückkatapultieren. Das ist keine Spinnerei, die NASA als führende Stelle in der Beobachtung schrieb, dass es nicht mehr darum geht ob, sondern wann uns die Sonne in eine technologische Steinzeit zurückwirft. Rund um 1859 gab es den letzten wirklich schweren Sonnensturm der so stark war, dass in Großbritannien nicht nur Kurzschlüsse in den Telegraphenstellen erfolgten, teils schmolzen die Kabel und fielen von den Telegraphenmasten. Die Kurzschlüsse durch die Überspannungen waren so gewaltig, dass selbst diese starken Leitungen/Schaltungen diese Last nicht mehr aushalten konnten. Heute ist unser System weit anfälliger, ob Satelliten, Funkanlagen, etc. alles ist noch weit sensibler. 1989 legte ein Sonnensturm die kanadische Stadt Quebec lahm. Ganze 9 Stunden ohne Strom. Die Kraft damals war mit minus 589 NanoTesla angegeben. 1859 waren es etwa minus 1760.  Mal sehen, wie es sich entwickelt.

Weitere Begriffserklärungen weiter unten!

Hier mal ein Video welches Auswirkungen der Sonne erklären und was diese auslösen können:

Erklärung:

Es gibt bei den Solar X-rays 5 Stufen, von Normal, Active, M Class Flarce, X Class Flare und MEGA Flare. Bei X Class Flare wirds problematisch und bei MEGA Flare sei achtsam.

Beim Geomagnetic Field (Feld der Erde) gibt es 3 Stufen. Quiet, Unsettled und STORM. Der “STORM” ist nicht in weiteren Teilen aufgeschlüsselt und kann alles bedeuten.

Auf folgendem animierten Bild kannst du erkennen, ob was “in Anflug” ist.

Folgende Grafik zeigt den Protonenfluss und den Elektronenfluss in den ersten beiden Spalten. Jeder Sonnensturm schießt Unmengen von elektrisch geladenen Teilchen (Elektronen und Protonen) ins All, die auch Richtung Erde unterwegs sein können. Diese elektrisch geladenen Teilchen stören das uns schützende Erdmagnetfeld und wirken auf uns Menschen ein.

Special thanks to the NOAA Space Environment Center for the data and plots.

Auf folgender Grafik siehst du den Einfluss der Strahlung auf die Erde. Grüne Balken zeigen einen ungefährlichen Einfluss, gelb wirkt sich nur gering auf Systeme und Menschen aus. Rote Balken die bis auf KP9 reichen hinterlassen schon Spuren.

Special thanks to the NOAA Space Environment Center for the data and plots.

Hier ein kurzes Video zur Erklärung was ein “Flare” ist:

Folgendes Bild zeigt ein aktuelles (das letzte zur Verfügung gestellte) Bild der Sonne. Damit die Auswürfe gut sichtbar sind, wird die Sonne durch eine Scheibe abgedeckt. Der weiße Kreis zeigt die Sonne.

Dieses Bild zeigt die Sonne in einem etwas anderen Farbspektrum und aus größerer Distanz.

Aktuelles Bild aus Österreich von der Kanzelhöhe Observatorium:

Auf folgendem in blau gehaltenen Bild siehst du die Ausstrahlungen der aktuellen Sonnenflecken.

https://umbra.nascom.nasa.gov/eit/images/latest_eit_171.gif

Dieses in grün gehaltene Bild deckt eine andere Frequenz/Strahlung ab. Interessant ist, dass es hier oft “Ausblendungen” gibt. Also wo jemand mit einem Zeichenprogramm einfach einen schwarzen Fleck über eine Stelle macht um das “Objekt” welches dort zu sehen wäre, zu verdecken. Jetzt fragst du dich wohl … welches Objekt?

https://umbra.nascom.nasa.gov/eit/images/latest_eit_195.gif

https://umbra.nascom.nasa.gov/eit/images/latest_eit_284.gif

https://umbra.nascom.nasa.gov/eit/images/latest_eit_304.gif

SDO AIA

Atmospheric Imaging Assembly (AIA): Ermöglicht Abbildungen der vollen Sonnenscheibe in neun verschiedenen Wellenlängenbereichen im ultravioletten (UV) und extrem-ultravioletten (EUV) Frequenzbereich.

AIA 211         

 

AUSZUG von WIKIPEDIA  https://de.wikipedia.org/wiki/Weltraumwetter

FLARE:

Ein Flare kann mittels optischer Hilfsmittel als ein wenige Minuten andauernder Lichtblitz auf der Sonnenoberfläche beobachtet werden. Obwohl das Gebiet auf der Sonne selbst eng begrenzt ist, nimmt die Intensität der Röntgenstrahlung, der energiereichen Protonen und Elektronen (bis etwa 100 MeV) oft um mehr als das Tausendfache zu. Das Abklingen auf den Ausgangswert dauert dann mehrere Stunden. Auf Grund der sehr unterschiedlichen Stärke der einzelnen Flares schwanken auch diese Werte. Bei besonders intensivem Auftreten ist zusätzlich die Freisetzung von Gammastrahlen möglich. Dieses Phänomen ist vor allem in den Jahren der maximalen Sonnenaktivität zu verzeichnen; etwa bis zu zehn Flares am Tag sind dann möglich.

Die Flares werden auf Grund der Lichtgeschwindigkeit mit etwa acht Minuten Verzögerung gegenüber der tatsächlichen Eruption von der Erde aus beobachtet. Gleichzeitig trifft auch die freigesetzte Strahlung ungehindert ein. Die Teilchenströme aber folgen den interplanetaren Magnetfeldlinien und erreichen die Erde daher (je nach der Energie der Teilchen) erst 10 bis 30 Minuten später. Diese einprasselnden Teilchen stellen eine Gefahr für Menschen und Geräte in den oberen Atmosphärenschichten dar. Röntgenstrahlung kann bis in die unterste Schicht der Ionosphäre (etwa 60 bis 90 km über dem Erdboden) vordringen und auch Teilchen werden teilweise erst in einer Höhe von 40 bis 60 km abgebremst.

CME

Unter einem koronalen Massenauswurf (CME) versteht man den Ausstoß großer Mengen Materie (mehrere 10 Milliarden Tonnen) aus der Korona (der äußersten Schicht der Sonnenatmosphäre) in den umgebenden Weltraum. Dies erfolgt in Form von riesigen Gaswolken mit enormer Geschwindigkeit. Im Gegensatz zu den Flares lassen sich CMEs jedoch auch unter Zuhilfenahme optischer Geräte nicht direkt beobachten. Erst der Koronograph, der die eigentliche Sonnenscheibe gezielt abgedeckt und nur Licht der Korona zum Detektor hindurch lässt, macht dieses Phänomen beobachtbar. Aus dieser Tatsache begründet sich auch der spätere Zeitpunkt der erstmaligen Entdeckung 1971 durch Richard Tousey.[1]

Das Material, das mit dem Sonnenwind Richtung Erde transportiert wird, ist elektrisch geladen. Durch die Interaktion mit dem interplanetaren Magnetfeld wird dieses stark verformt. Das interplanetare Magnetfeld geht von der Sonne aus und breitet sich normalerweise auf Grund der Eigenrotation der Sonne spiralförmig bis zum Rand des Sonnensystems aus. Bezogen auf die Erde liegt es zusätzlich in deren Bahnebene. Durch die geladenen Teilchen einer CME kann dieses Magnetfeld jedoch aus dieser Ebene herausgedreht werden. Entsteht dabei eine Feldkomponente, die den Feldlinien des irdischen Magnetfeldes entgegengesetzt ist, kommt es an der der Sonne zugewandten Seite der Magnetosphäre zu einem Kurzschluss und interplanetares und irdisches Magnetfeld verbinden sich. Längs der entstehenden gemeinsamen Magnetfeldlinien können die geladenen Teilchen der CME nun in die Magnetosphäre eindringen und massive Folgen hervorrufen. Die Häufigkeit der CMEs variiert mit der Sonnenaktivität: In Jahren niedriger Sonnenaktivität gibt es nur einige dutzende starke CMEs; in den aktiven Phasen kann es mehr als hundert CMEs geben.[2][3]

Der Sonnensturm vom 01. September 1859 (Bericht von SPIEGEL ONLINE):

Es waren zuerst nur ein paar Astronomen, die ahnten, was geschehen würde. Ende August 1859 hatten sie entdeckt, dass die Oberfläche der Sonne von zahlreichen dunklen Flecken übersät war, die auf extrem dichte Magnetfelder hinweisen. Die Felder griffen ineinander und schleuderten eine gigantische Sonnenfackel ins All. In der betroffenen Region leuchtete die Sonne eine volle Minute doppelt so hell wie sonst.

17 Stunden und 40 Minuten später waren es nicht mehr nur Astronomen, die das Inferno im All bemerkten. Kurzschlüsse durchzuckten Telegraphendrähte und lösten zahlreiche Brände in den USA und Europa aus – und das in einer Zeit, als der Telegraph ganze 15 Jahre alt und ein Stromnetz praktisch nicht vorhanden war, geschweige denn Satelliten, Telefonnetze oder Rundfunksender. Nordlichter, normalerweise nur an den Polen sichtbar, tauchten plötzlich über Rom und Hawaii auf.

Die Sonne spie einen Plasmaschwall genau in Richtung Erde, und das mit einer außergewöhnlichen Geschwindigkeit. Solare Stürme brauchen in der Regel zwei bis vier Tage, um die 150 Millionen Kilometer zur Erde zurückzulegen. Dieser schaffte es in knapp 18 Stunden.

In der Regel hält das irdische Magnetfeld den permanenten Strom geladener Partikel, den Sonnenwind, von der Erde fern. Der so genannte koronale Massenauswurf vom 1. September 1859 aber durchdrang den Schutzschild und erreichte die oberen Schichten der Atmosphäre, sorgte für spektakuläre Lichterscheinungen und eine Menge Kurzschlüsse.

Solare Ausbrüche führen alle paar Jahre zu Ausfällen auf der Erde und im Orbit. 1994 etwa wurden zwei Kommunikationssatelliten erheblich gestört; Mitarbeiter von kanadischen Zeitungen, Fernseh- und Radiosendern hatten einen schlechten Tag. Bei anderen Gelegenheiten fielen Mobilfunknetze, GPS-Systeme und Stromnetze zeitweilig aus. 1989 legte ein Sonnensturm das Stromnetz im kanadischen Quebec lahm. Millionen Menschen saßen neun Stunden lang im Dunkeln, der Schaden wurde auf hunderte Millionen Dollar geschätzt.

Verglichen mit dem Orkan von 1859 entsprachen die beiden Sonnestürme der vergangenen Woche und selbst der Stromausfall von Kanada eher lauen Lüftchen. Die Wirkung eines Weltraumsturms wird in Nanotesla (nT) gemessen: Je geringer der Wert, desto stärker der Sturm. Der koronale Massenauswurf, der Quebec in Dunkelheit tauchte, erreichte nach Angaben das Nasa minus 589 Nanotesla. Der Jahrhundertsturm von 1859 fegte mit gewaltigen minus 1760 Nanotesla durchs All.

Was ein Ausbruch wie der von 1859 heutzutage anrichten würde, dürfte Betreibern von Satelliten, Strom- und Kommunikationsnetzen den Schweiß auf die Stirn treiben. Zwar sind die Menschen selbst auch vor übelstem Weltraum-Wetter sicher, doch in der technischen Infrastruktur wären schwerste Schäden kaum zu vermeiden. Der Weltraumsturm würde nach Angaben der Nasa zu Überladungen in Strom- und Telefonleitungen führen, Handys zum Schweigen und Satelliten im Extremfall zum Absturz bringen.

Den vollen Bericht lesen Sie auf SPIEGEL ONLINE: https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/sonneneruptionen-es-war-der-perfekte-sturm-a-271661.html